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100 Jahre Frauenwahlrecht

16.05.2018, 18:00Universität Bamberg Gebäude 1 Seminarraum MG1/02.05, Markusstr. 8a, 96047 Bamberg

100 Jahre Frauenwahlrecht

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Darum Frauen: Wählt!

100 Jahre Frauenwahlrecht
Auf den ersten oberflächlichen Blick scheint der verlorene 1. Weltkrieg der Auslöser für das Frauenwahl- und stimmrech in Deutschland gewesen zu sein. Denn es war der Rat der Volksbeauftragten, der am 12. November 1918, mitten in den Wirren der Revolution, erklärte, dass "alle Wahlen zu öffentlichen Körperschaften (...) fortan nach dem gleichen, geheimen, direkten Wahlrecht auf Grund des proportionalen Wahlsystems für alle mindestens 20 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen zu vollziehen" sei. Mit diesen knappen Sätzen war eine große Wahlrechtsreform auf den Weg gebracht, das preußische Dreiklassenwahlrecht abgeschafft und mit einem Federstrich das aktive Frauenwahl- und das passive Frauenstimmrecht eingeführt worden. Würde man aus dieser Episode allerdings schließen, dass den deutschen Frauen das Frauenstimmrecht quasi in den Schoss gefallen ist, dann würde man einen  jahrzehntelangen Kampf negieren, den sowohl Einzelfrauen als auch alle Flügel der Frauenbewegung bereits im 19. Jahrhundert begonnen hatten. Die Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland im November 1918 ist vielmehr als eine Etappe auf dem langen Weg der Demokratisierung zu verstehen, als Prozess, der ungefähr 100 Jahre vor der Einführung begann und auch nicht 1918/19 endete. Denn, wie wir heute wissen, ist nur durch die Möglichkeit, aktiv zu wählen und passiv gewählt zu werden, die  Gleichberechtigung der Geschlechter nicht zu erreichen gewesen.

Mittwoch, 16. Mai
18:00 Uhr
Univerisät Bamberg
Raum MG1/ 02.05

Die vollständige Einladung steht rechts als Download zur Verfügung